Ölpreis steigt nach Drohnenangriff in Saudi-Arabien über 111 Dollar

Symbolbild: Förderanlage für Rohöl als Symbol für den globalen Energiemarkt
Symbolbild: Förderanlage für Rohöl als Symbol für den globalen Energiemarkt · Foto: WANG Jared / Pexels

Die internationalen Rohölpreise sind am Donnerstagvormittag, dem 22. Oktober 2026, spürbar angestiegen. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich im Handelsverlauf um 2,8 Prozent auf 111,81 US-Dollar. Zeitgleich legte auch die US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) um 2,31 Prozent zu und notierte bei 99,39 US-Dollar je Barrel. Damit steuern die Notierungen an den globalen Rohstoffmärkten wieder auf ihren höchsten Stand seit fast fünf Monaten zu.

Kurschart Brent-Öl, letzte 30 Tage
Brent-Öl, Tagesschlusskurse der letzten 30 Tage. Quelle: Yahoo Finance, eigene Darstellung. Stand: 22.10.2026

Haupttreiber der aktuellen Preiswelle sind erneute militärische Spannungen im Nahen Osten. Nach offiziellen Angaben griff die jemenitische Huthi-Miliz ein zentrales saudi-arabisches Ölfeld mit Drohnen an. Obwohl die lokale Förderkapazität von rund einer Million Barrel Rohöl pro Tag nach Aussagen des Energieministeriums in Riad unbeeinträchtigt blieb, löste das Ereignis am Markt erhebliche Verunsicherung aus. Zusätzlich trugen Berichte über weitere Angriffe auf Infrastruktur nahe der Straße von Hormus zur Risikoprämie bei.

Die jüngsten Ereignisse unterstreichen die anhaltende geopolitische Anspannung in einer der wichtigsten Förder- und Transitregionen für Rohöl weltweit. Für die globalen Finanzmärkte birgt ein dauerhaft hoher Ölpreis erhebliche Gefahren, da steigende Energiekosten den weltweiten Inflationsdruck wieder verstärken. Dies schürt bei Marktteilnehmern die Befürchtung, dass Zentralbanken wie die US-Notenbank Federal Reserve und die Europäische Zentralbank ihre straffe Geldpolitik länger fortsetzen müssen.