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Ölpreise legen leicht zu: WTI-Rohöl schließt bei 91,67 US-Dollar

Die weltweiten Ölpreise haben nach erneuten Spannungen im Nahen Osten leicht zugelegt. Der Futures-Kontrakt für die US-Rohölsorte WTI kletterte im Tagesverlauf auf ein Hoch von 92,17 US-Dollar und schloss schließlich bei 91,67 US-Dollar pro Barrel, was einem Plus von 0,55 Prozent entspricht. Auch die nordseeische Referenzsorte Brent verzeichnete einen leichten Anstieg um 0,39 Prozent auf 104,53 US-Dollar (Stand: 10. Oktober 2026).

Auslöser der jüngsten Preisbewegung waren Berichte über Angriffe auf Tankschiffe in der Straße von Hormus sowie Befürchtungen über Seeminen im Bab al-Mandab. Nach Daten des Analysehauses Kpler fielen die Tankerexporte durch die strategisch wichtige Meeresstraße in der ersten Oktoberwoche auf rund 8,5 Millionen Barrel pro Tag – etwa 40 Prozent unter das gewohnte Niveau. Dämpfend auf die Ölpreise wirkte hingegen die Ankündigung russischer Diesellieferungen zur Entlastung des Weltmarktes. Russland soll demnach kurzfristig 300.000 Tonnen Diesel beisteuern.
Die Entwicklung unterstreicht die hohe Verwundbarkeit der globalen Energiemärkte durch geopolitische Konflikte. Da die Straße von Hormus ein Nadelöhr für rund ein Fünftel des weltweiten Erdölbedarfs darstellt, führen bereits kleine Transportsicherheitsrisiken zu spürbaren Preisausschlägen. Für energieimportierende Industrienationen wie Deutschland erhöhen anhaltend hohe Rohölpreise den Inflationsdruck und belasten die konjunkturelle Erholung spürbar.


