Sorgen um Straße von Hormus: Brent-Öl klettert über 101 US-Dollar

Symbolbild: Erdölförderung als Treiber der globalen Energiemärkte
Symbolbild: Erdölförderung als Treiber der globalen Energiemärkte · Foto: David Brown / Pexels

Die Ölpreise haben am Donnerstag wieder zugelegt. Am frühen Morgen stieg der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent um 1,33 Prozent bzw. 1,33 US-Dollar auf 101,53 US-Dollar. Die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) verteuerte sich gleichzeitig um 1,26 Prozent bzw. 1,11 US-Dollar auf 89,39 US-Dollar je Barrel. Auslöser für den jüngsten Anstieg sind anhaltende Sorgen vor Versorgungsengpässen im Nahen Osten, nachdem sich Angriffe auf Tanker im Persischen Golf und in der Straße von Hormus erneut gehäuft haben.

Kurschart Brent-Öl, letzte 30 Tage
Brent-Öl, Tagesschlusskurse der letzten 30 Tage. Quelle: Yahoo Finance, eigene Darstellung. Stand: 08.10.2026

Zuletzt meldete die britische Marinesicherheitsbehörde UKMTO Angriffe auf ein Tankerschiff nördlich von Katar, bei denen es zu Opfern kam. Die Angriffe auf Handelsschiffe in der strategisch entscheidenden Meerenge erreichten damit einen neuen Höchststand. Der erneute Preisanstieg folgt auf einen leichten Rückgang am Vortag, als die Internationale Energieagentur angekündigt hatte, die Freigabe strategischer Ölreserven zu beschleunigen, um hohe Kraftstoffpreise und Versorgungsengpässe abzufedern. Dennoch wiegen die geopolitischen Risiken für Händler derzeit schwerer als politische Gegenmaßnahmen.

Die Entwicklung zeigt, wie anfällig die internationalen Rohstoffmärkte für geopolitische Eskalationen bleiben. Durch die Straße von Hormus werden normalerweise rund 20 Prozent des weltweiten Erdöls transportiert. Dauerhaft hohe Energiepreise schüren die Inflation weltweit, was wiederum den Spielraum von US-Notenbank Fed und Europäischer Zentralbank für Zinssenkungen einschränkt und die weltweiten Aktienmärkte belastet.