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Spannungen im Nahen Osten: Ölpreis klettert über 106 US-Dollar

Am Montagnachmittag, dem 12. Oktober 2026, haben die Rohölpreise an den internationalen Märkten spürbar zugelegt. Die Nordseesorte Brent verzeichnete einen Anstieg um bis zu 1,71 Prozent und kletterte im Tageshoch auf 106,35 US-Dollar je Barrel. Das US-Leitöl West Texas Intermediate (WTI) zog ebenfalls an und notierte bei 92,96 US-Dollar, was einem Plus von 1,20 Prozent entspricht. Damit drehten die Notierungen nach anfänglichen Verlusten wieder deutlich ins Plus.

Hauptursache für den Preissprung sind erneut eskalierende geopolitische Konflikte im Nahen Osten. Nach erneuten Angriffen der Huthi-Miliz auf den internationalen Flughafen in Riad sowie Zwischenfällen mit Öltankern in der Straße von Hormuz wachsen die Sorgen vor Unterbrechungen der Lieferketten. Diese Ereignisse drängten jüngste Berichte über potenzielle russische Diesellieferungen in den Hintergrund und sorgten für eine Rückkehr der Risikoprämie.
Diese Marktgewinne sind von hoher Relevanz, da die Rohölnotierungen ein entscheidender Treiber der globalen Inflation sind. Solange die Transportwege im Persischen Golf bedroht bleiben, droht der hohe Preisdruck auf Kraftstoffe und Energie anzuhalten. Dies könnte die Notenbanken wie die US-Notenbank Fed und die Europäische Zentralbank dazu veranlassen, ihre restriktive Geldpolitik länger als erhofft beizubehalten und Zinssenkungen zu verschieben.


